
Keiner soll verloren gehen!
Nachdem in der Geschichte Kinder mit Behinderung recht automatisch in das Förderschulwesen geschickt worden sind, hat inzwischen die Idee der Integration in unterschiedlicher Ausprägung auch in die Schulen Eingang gefunden.
Nach verschiedenen rechtlichen Vorgaben ist es möglich, einem Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf die notwendige Zusatzunterstützung auch in der weiterführenden Schule zukommen zu lassen. Dieses ist besonders wichtig, um integrativ beschulte Kinder nicht unnötig aus ihrer sozialen Gruppe der Grundschulzeit herausreißen zu müssen. Wohnortnahe Angebote sind dafür besonders wünschenswert.
An dieser Schule werden seit 2008 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf bzw. mit einer Behinderung unterrichtet.
Insbesondere zum Thema Autismus lernen wir immer mehr dazu.
Die guten Erfahrungen mit "behinderten" Kindern bestärken uns darin, diesen Weg weiter zu verfolgen.(Artikel der GZ)
Neben den Kindern mit Behinderung profitieren auch die Kinder ohne Behinderung enorm von einer solchen Integrationsklasse. Wissenschaftliche Studien belegen eindrucksvoll, dass Kinder in einer integrativen Umgebung mehr soziale Kompetenzen erwerben als in Vergleichsgruppen. Gleichzeitig leidet nicht im Geringsten die schulische Leistungsfähigkeit der Gruppe. Diese Effekte kann man sogar feststellen, wenn eine Klasse erst nach einiger Zeit zu einer Integrationsklasse wird.
Eine inklusive Schule beschäftigt sich auch außerhalb der Integrationsklassen mit Fragen rund um das Thema, wie Menschen mit Behinderung am allgemeinen Leben teilhaben können. Die Klasse 7a (2009/2010) hat z.B. durch eine Projektarbeit "Zukunft Wald" (Artikel der GZ) ein inklusives Projekt durchgeführt und dabei auch noch viel Geld für die Klassenkasse gewonnen! Die Präsentation können Sie hier herunterladen.
Am 10.11.2010 ermöglichte uns die Telekom einen ganz besonderen "integrativen Tag": sechs Klassen konnten sich im Goalball und im Rollstuhlbasketball versuchen. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten so die Perspektiven von Menschen mit Behinderung im Sportbereich erleben- nach kurzem Zögern standen Sport und Spaß im Vordergrund, aber eben mal aus vollkommen anderer Sicht! (Artikel der GZ vom 15.10.2010)
Am 5. Mai 2011 konnten alle Schülerinnen und Schüler ausschwärmen und in verschiedenen Projekten das Thema Behinderung von vielen Seiten beleuchten. Der Tag war mit Bedacht gewählt: am 5. Mai wird international durch zahlreiche Aktionen auf die Rechte behinderter Menschen hingewiesen. Im Jahr 2011 waren wir erstmals dabei, denn auch das ist Inklusion! Die Goslarsche Zeitung berichtete über den Aktionstag und über die Weitergabe der Ergebnisse an den Clausthaler Bürgermeister Herrn Taube.
In der Zeitschrift "GiB ZEIT" der gemeinnützigen Gesellschaft für integrative Behindertenarbeit (Hannover) wird in der Ausgabe Juni 2011 von dem Besuch einer HRS-CLZ-Klasse am 5. Mai berichtet. Den Auszug mit den beindruckenden Aussagen unserer Schülerinnen finden Sie hier.
Tagtägliche Unterstützung bekommen einige der Schülerinnen und Schüler mit festgestellten Bedarfen von Integrationsassistentinnen z.B. der Lebenshilfe-Goslar und der Lebenshilfe-Seesen.